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Sehen lernen mit der Kamera
Ein Fotokurs, der den Blick schärft

Erstellt von Konstanze Schilling |

Sehen lernen statt nur Technik verstehen

Schon am ersten Kurstag wurde deutlich: In diesem Fotokurs geht es nicht nur um Technik, sondern vor allem darum, bewusster zu sehen. Kursleiter Werner Schwehm, Fotograf und langjähriger Dozent, eröffnete den Kurs mit einem Streifzug durch die Grundlagen der Bildgestaltung – angereichert mit vielen Beispielen, praktischen Tipps und persönlichen Erfahrungen aus seiner Arbeit.

 

Kameratechnik verstehen – ohne sich darin zu verlieren

Ein Schwerpunkt lag auf dem Verständnis der eigenen Kamera. Werner Schwehm erklärte anschaulich die Unterschiede zwischen Spiegelreflex- und Systemkameras, sprach über Sensoren, Brennweiten und Objektive – und nahm dabei viel Unsicherheit. Besonders hängen blieb der Gedanke, dass Kameras zwar schnell an Wert verlieren, gute Objektive jedoch langfristige Begleiter sind.

Auch Themen wie Festbrennweite oder Zoom, Blende, Naheinstellgrenze und Filter wurden praxisnah behandelt. Dabei ging es weniger um Kaufempfehlungen als um die Frage: Was brauche ich wirklich – und warum? Hilfreich waren dabei viele kleine Hinweise aus der Praxis, etwa zur Pflege der Ausrüstung oder zur sinnvollen Vorbereitung auf längere Fototouren.

Das Belichtungsdreieck – endlich verständlich

ISO, Blende und Belichtungszeit: Das berühmte Belichtungsdreieck wurde Schritt für Schritt erklärt und immer wieder mit konkreten Beispielen verknüpft. Besonders einprägsam war der Leitsatz: So niedrig wie möglich, aber so hoch wie nötig – vor allem in Bezug auf die ISO-Einstellung.

Auch der Zusammenhang zwischen Schärfentiefe, Brennweite und Abstand zum Motiv wurde greifbar. Begriffe wie Sonnenstern, Bewegungsunschärfe oder Autofokus-Modi verloren ihren Schrecken und wurden zu Werkzeugen, die bewusst eingesetzt werden können.

Üben, ausprobieren, reflektieren

Am zweiten Kurstag stand das praktische Arbeiten im Mittelpunkt. Bei Übungen im Hof wurde deutlich, wie sehr Licht und Belichtung die Wirkung eines Bildes verändern können. Besonders spannend war die Erkenntnis, dass ein Foto ohne klare Hell-Dunkel-Unterschiede schnell flach wirkt – selbst wenn es technisch korrekt belichtet ist.

Auch Themen wie Weißabgleich oder elektronischer Verschluss wurden anhand konkreter Situationen besprochen. Immer wieder ermutigte der Kursleiter dazu, Einstellungen auszuprobieren, Fehler zuzulassen und daraus zu lernen.

Gemeinsam über Bilder sprechen

Ein besonderes Highlight war die abschließende Bildbesprechung. Alle Teilnehmenden konnten eigene Fotos mitbringen, die anonym gemeinsam betrachtet wurden. Ohne Bewertung, dafür mit viel Neugier wurde darüber gesprochen, was an den Bildern gefällt, welche Wirkung sie entfalten und welche Möglichkeiten der Bildbearbeitung es gibt.

Dieser offene Austausch schärfte nicht nur den Blick für die eigenen Fotos, sondern auch für die der anderen – und machte deutlich, wie subjektiv und zugleich lernbar fotografisches Sehen ist.

Fazit

Der Fotokurs vermittelte nicht nur technisches Wissen, sondern vor allem Sicherheit im Umgang mit der eigenen Kamera und ein neues Bewusstsein für Bildgestaltung. Wer lernen möchte, gezielter zu fotografieren, Zusammenhänge zu verstehen und den eigenen Blick zu schulen, findet hier einen Kurs, der inspiriert, ermutigt und Lust macht, weiterzufotografieren.

📅 Tipp: Der nächste Kurs "Basiswissen Fotografie intensiv" mit Werner Schwehm findet ab 27.07.2026 um 9 Uhr statt.

👉 Hier geht’s zur Anmeldung.