Zum Hauptinhalt springen

Kreativwoche an der vhs Leipzig: Kunst und Gemeinschaft erleben

Rückblick: Kreativwoche 2026 - Lernen, Kreativität und Begegnung

Eine Woche lang wurde die vhs Leipzig wieder zum offenen Atelier: Während der Kreativwoche 2026 verwandelten sich Kursräume in Werkstätten, Ideenschmieden und Begegnungsorte. Vom 16. bis 21. Februar wurde gezeichnet, genäht, gedruckt, diskutiert, verworfen und neu begonnen – kurz: kreativ gearbeitet.

Was diese Woche jedes Jahr besonders macht, ist die Mischung aus konzentriertem Arbeiten und gemeinschaftlicher Atmosphäre. Viele Teilnehmende nehmen sich bewusst Zeit nur für ein Projekt – fern vom Alltag, ohne Leistungsdruck, dafür mit viel Raum zum Ausprobieren.

Die Kreativwoche startete mit einem gemeinsamen Auftakt am Montag. Schnell wurde deutlich: Hier kommen Menschen mit ganz unterschiedlichen Vorerfahrungen zusammen – einige mit langjähriger Praxis, andere zum ersten Mal in einem künstlerischen Kurs. Genau diese Vielfalt prägt die Woche.

Den Abschluss bildete am Samstag eine Ausstellung in der vhs Leipzig. Zwischen Druckgrafiken, textilen Arbeiten und experimentellen Gestaltungen wurde sichtbar, was innerhalb weniger Tage entstehen kann, wenn Zeit, Material und Inspiration zusammenkommen.

Urbanes Gewebe – Textile Kunstwerke zwischen Stadt und Struktur

Im Kurs Urbanes Gewebe beschäftigten sich die Teilnehmenden mit urbanen Landschaften und übersetzten fotografische oder malerische Vorlagen in textile Arbeiten. Stoffreste, upgecycelte Materialien sowie Näh-, Stick- und Klebetechniken wurden kombiniert und frei ausprobiert.

Unter der Begleitung der Textilkünstlerin Anno Melzer entstanden sehr unterschiedliche Ergebnisse: abstrakte Wandarbeiten, strukturreiche Collagen und textile Experimente, die persönliche Perspektiven auf Stadt und Raum sichtbar machten. Besonders schön zu beobachten war, wie schnell Berührungsängste verschwanden – auch bei Teilnehmenden ohne Näherfahrung.

Ein besonderer Moment der Kreativwoche war ein offener Vortrag von Anno Melzer, zu dem alle Interessierten eingeladen waren. Sie berichtete von ihrem Weg von der Ausbildung zur Maßschneiderin über ihr Studium der Kostümgestaltung bis hin zu ihren künstlerischen Projekten und ihrem Masterstudium der außerschulischen Kunstpädagogik an der Universität Leipzig.

Dabei wurde deutlich, wie eng ihre eigene künstlerische Praxis mit dem Kursthema verbunden ist und wie der Ideenprozess zum aktuellen Kursinhalt entstanden ist. Für viele Teilnehmende bot der Vortrag die Gelegenheit, Anno über ihre Rolle als Kursleiterin hinaus kennenzulernen.

Im anschließenden Gespräch entstanden zahlreiche Nachfragen – besonders zu ihren künstlerischen Projekten und zur Masterarbeit. Der Austausch zeigte einmal mehr, wie inspirierend persönliche Einblicke in künstlerische Arbeitsprozesse sein können.

Holzschnitt – Grafisches Arbeiten mit Druck und Komposition

Ganz andere Arbeitsprozesse prägten den Holzschnittkurs mit dem Künstler und Druckgrafiker Philip Angermaier. Hier standen Konzentration, handwerkliche Präzision und das Zusammenspiel von Fläche, Linie und Komposition im Mittelpunkt.

Schritt für Schritt entwickelten die Teilnehmenden eigene Motive, schnitten ihre Druckstöcke und erlebten schließlich den besonderen Moment, wenn das erste gedruckte Blatt aus der Presse kam. Anfänger/-innen und Fortgeschrittene arbeiteten nebeneinander – oft entstanden Gespräche direkt am Arbeitstisch, wenn Erfahrungen, Tipps und Ideen geteilt wurden.

Kreative Postkartensets – Spielraum für Grafik und Typografie

Im Kurs von Maria Knaub wurde analog gestaltet: mit Zeichnung, Malerei, Stempeln und Collage. Ziel war kein perfektes Einzelwerk, sondern ein kreativer Prozess, der Experiment und Spielfreude zulässt.

Nach und nach entwickelten sich individuelle Postkartensets – kleine Serien, die persönliche Handschriften sichtbar machten. Die offene Arbeitsatmosphäre förderte Austausch und gegenseitige Inspiration. Viele Teilnehmende wagten sich dabei bewusst an neue gestalterische Wege.

Eine Woche, die nachwirkt

Die Kreativwoche zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wertvoll es ist, sich mehrere Tage intensiv mit einem Thema zu beschäftigen. Ohne Zeitdruck entstehen neue Ideen, überraschende Ergebnisse und oft auch neue Kontakte.

Am Ende nahmen die Teilnehmenden nicht nur ihre fertigen Arbeiten mit nach Hause, sondern auch neue Techniken, frische Motivation und das gute Gefühl, sich kreativ ausprobiert zu haben.

Und genau darum geht es bei der vhs Leipzig: Räume schaffen, in denen Lernen, Kreativität und Begegnung zusammenkommen.

 

Und wie geht es weiter?

Auch im kommenden Jahr wird die vhs Leipzig wieder zur kreativen Werkstatt: Eine neue Kreativwoche ist bereits für Februar 2027 geplant. Details zu Kursen und künstlerischen Schwerpunkten stehen noch nicht fest – sicher ist aber schon jetzt, dass es wieder Raum für Experimentierfreude, Austausch und intensives kreatives Arbeiten geben wird.

 

Rückblick: Kreativwoche 2025 – Neue Perspektiven

Auch in diesem Jahr war die Kreativwoche der vhs Leipzig ein voller Erfolg! Vom 24. Februar bis 1. März 2025 verwandelten sich die Atelierräume erneut in kreative Werkstätten, in denen Menschen mit unterschiedlichsten künstlerischen Interessen zusammenkamen, um neue Techniken zu entdecken, Ideen auszutauschen und ihre eigene Kreativität weiterzuentwickeln.

Mit drei spannenden Kursen – Textile Porträts, Landschaft und Stadt sowie verschiedene Drucktechniken – bot die Kreativwoche 2025 ein vielseitiges Programm, das sowohl erfahrene Künstler/-innen als auch kreative Einsteiger/-innen begeisterte.

Textile Porträts: Kunst aus Stoff gestalten

Unter der Leitung der Textilkünstlerin und Designerin Anno Melzer widmeten sich die Teilnehmer/-innen der Kunst des Porträt-Quilts. Inspiriert von Künstler/-innen wie Bisa Butler, Preta Wolzak und Leslie Gabriëlse wurden zunächst Skizzen angefertigt, bevor diese mit Stoffen und Textilien in einzigartige textile Collagen umgesetzt wurden.

Ob Porträts von Freund/-innen, berühmten Persönlichkeiten oder sogar Selbstbildnisse – die Werke spiegelten die individuelle Handschrift und Kreativität der Teilnehmer/-innen wider. Besonders beeindruckend war die Vielfalt der entstandenen Kunstwerke, die in ihrer abstrakten oder kubistischen Gestaltung neue Perspektiven auf das Medium Stoff eröffneten.

Landschaft und Stadt: Malerei trifft Collage

Malen, Zeichnen und Collagieren – dieser Kurs war eine Einladung, die Umgebung mit neuen Augen zu sehen. In den ersten Tagen entstanden mit Aquarell, Gouache und Acryl beeindruckende Landschaftsbilder, bevor sich die Teilnehmer/-innen dem Thema Stadtansichten und Perspektiven widmeten. Am letzten Kurstag kamen durch Collagetechniken mit selbst gefärbtem Papier spannende Kontraste und Kompositionen hinzu.

Egal ob naiv, impressionistisch oder realistisch – alle Stilrichtungen waren willkommen, was zu einer beeindruckenden Vielfalt an Arbeiten führte. Besonders spannend war es zu sehen, wie unterschiedliche Techniken kombiniert wurden und die eigenen kreativen Grenzen erweitert haben.

Linie zur Fläche, Fläche zur Linie: Experimente mit Drucktechniken

Der dritte Kurs führte die Teilnehmer/-innen in die Welt der Druckgrafik ein. Unter Anleitung von Philip Angermaier, einem erfahrenen Künstler und Druckgrafiker, wurden die Techniken der Kaltnadelradierung, des Linoldrucks und der Monotypie erforscht.

Besonders spannend war das Zusammenspiel von Linie und Fläche, das durch das Überlagern von Formen und Farben eine neue Tiefe erhielt. Die Verbindung verschiedener Drucktechniken ermöglichte es, mit Strukturen und Räumlichkeit zu experimentieren und völlig individuelle Werke zu erschaffen.

Ein gemeinsamer Start und ein krönender Abschluss

Die Kreativwoche begann am Montag mit einer gemeinsamen Eröffnung in der Aula der vhs Leipzig, bei der sich alle Teilnehmer/-innen der drei Kurse kennenlernen konnten. Diese Auftaktveranstaltung schuf direkt eine inspirierende Atmosphäre und förderte den Austausch zwischen den Gruppen.

Zum Abschluss der Woche wurden am 1. März 2025 alle entstandenen Kunstwerke in einer feierlichen Ausstellung präsentiert. Familie, Freund/-innen und Kunstinteressierte waren eingeladen, die Vielfalt der Werke zu bestaunen und sich mit den Künstler/-innen auszutauschen.

Fazit: Eine Woche voller kreativer Entdeckungen

Die Kreativwoche 2025 war ein weiteres Mal eine Gelegenheit, neue Techniken zu erlernen, die eigene Kreativität zu entfalten und in inspirierender Gemeinschaft Kunst zu erschaffen. Die Mischung aus experimentellen Ansätzen, professioneller Anleitung und dem gemeinsamen Austausch machte diese Woche zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten.

Wir freuen uns schon jetzt auf die Kreativwoche 2026 – voller neuer Ideen, spannender Kurse und inspirierender Begegnungen...

Rückblick: Kreativwoche 2024

Vom 19. bis 23. Februar 2024 verwandelten sich die Atelierräume der vhs Leipzig in eine lebendige Werkstatt voller Kreativität. Die Klänge von raspelndem Holz, raschelndem Papier und ratternden Nähmaschinen erfüllten die Luft, begleitet vom Duft frischer Farben und Kleber. Unter dem Motto „Zusammenkommen und kreativ tätig werden“ bot die Kreativwoche eine einmalige Gelegenheit, mit verschiedenen Kunsttechniken zu experimentieren.

Im Fokus stand das Thema „Porträt“, und die Teilnehmenden konnten sich in den Bereichen Holzschnitt, Buchbinden und Textilverarbeitung ausprobieren. Das Ergebnis? Individuelle Kunstwerke, die nicht nur persönliche Erinnerungen darstellen, sondern auch den Ansprüchen von Galerien gerecht werden.

Buchbinden: Kunstwerke aus Papier

Im Kurs von Marie Küsel, einer freischaffenden Kunstpädagogin mit Leidenschaft für Papier- und Drucktechniken, entstanden beeindruckende Werke. Die Teilnehmenden lernten die Grundlagen des Buchbindens und setzten diese in kreative Porträtarbeiten um.

Teilnehmerin Lisa Müller beschreibt den Kurs so: „Die Kursleiterin hat eine super Atmosphäre geschaffen und war immer mit wertvollen Tipps zur Stelle.“ Marie Küsel, die ihre Kenntnisse während ihrer Walz für Handsatz und Buchdruck erweiterte, teilte nicht nur ihr Fachwissen, sondern auch ihre Begeisterung für das Handwerk.

Stoffporträts: Textilkunst neu entdecken

Dass Stoff mehr sein kann als Schürzen und Hosen, bewies der Kurs von Anno Melzer, einer gelernten Maßschneiderin und Kostümdesignerin. Die Teilnehmenden ließen sich vom Medium Stoff zu außergewöhnlichen Porträts inspirieren, die oft abstrakt und kubistisch gestaltet wurden.

Eines der Highlights: ein beeindruckendes Porträt von Vermeer’s „Mädchen mit dem Perlenohrring“, das in der abschließenden Werkschau bewundert werden konnte. Der Kurs bot nicht nur eine neue Perspektive auf Textilkunst, sondern auch eine inspirierende Atmosphäre zum kreativen Austausch.

Holzschnitt: Traditionelles Handwerk, moderne Motive

Der international tätige Künstler Philip Angermaier führte die Teilnehmenden in die Welt des Holzschnitts ein. Mit Stechbeitel, Farbroller und Walze entstanden einzigartige Kunstwerke, von Porträts geliebter Menschen bis hin zu träumerischen Szenen.

Teilnehmerin Soraya Nitsch war begeistert: „Ich habe mich selten so inspiriert gefühlt. Der Kurs hat meine Kreativität auf eine ganz neue Ebene gehoben.“ Die intensive Arbeit mit dem Material und die kreative Freiheit ließen außergewöhnliche Ergebnisse entstehen, die in der finalen Ausstellung präsentiert wurden.

Abschlussausstellung: Ein Fest der Kunst

Am letzten Abend der Kreativwoche wurden die entstandenen Kunstwerke aus allen drei Kursen in einer Abschlussausstellung präsentiert. Familie, Freunde und Kunstinteressierte waren eingeladen, die Vielfalt und Kreativität der Werke zu bewundern. Die Stimmung war voller Begeisterung und der einhellige Wunsch lautete: „Gerne wieder!“